Dienstag, 29. März 2016

Gedanken zu mir selbst

ich wette schon bei dem Titel schauen einige schon gar nicht auf den Beitrag....
Ganz nach dem Motto: "Was will die denn jetzt?!"

Aber da das ja mein Blog ist, bleibt mir ja zum Glück die Freiheit zu schreiben was ich mag und momentan suche ich gerade ein Plätzchen um ein bisschen meine Gedanken raus zu lassen.



Und das möchte ich irgendwo machen, wo es mir völlig egal ist, wie viele Leser ich habe, wer sich das hier antut und wer nicht... Und das ist nunmal mein Blog. Auch wenn ich den vorrangig nutze um vom Leben meiner Vierbeiner zu schreiben... So möchte ich doch auch mal meine Gedanken zu meinem Leben und  mir los werden.

Ich glaube von mir Selbst, dass ich mir relativ viele Gedanken machen. Vielleicht denken sich jetzt Freunde/Familie oder andere die mich kennen: "Pfff, na klar..." - auch gut. Dann ist es so ^.^

Ich bin eben von einer meiner täglichen Hunderunden zurück und glaubt mir - während so einer Hunderunde kann man soooo gut nachdenken. Über die Arbeit, neue Geschäftsideen, über den Wocheneinkauf, was ansteht, was man noch erledigen sollte, die Wochenplanung.... aber eben auch so über das Leben.

Momentan bin ich auf dem Stand, dass ich unheimlich gern etwas an meinem Leben ändern möchte. Bzw versuche ich eigentlich ständig, mein Leben so zu ändern, dass es für mich schöner ist. Irgendwie will man das ja immer, wenn man große Entscheidungen trifft.
Wenn man den Wohnort wechselt, wenn man seinen Job kündigt, wenn man mit Sport anfängt, wenn man abnehmen will usw. - man will ja sein Leben schöner machen.

Ich will das auch - aber ich komme manchmal an Punkte, wo ich merke dass ich trotzdem irgendwie nicht zufrieden bin. Das verschlingt mich dann meist regelrecht. An solchen Tagen verkrieche ich mich - ich will weder jemanden sehen noch irgendwas machen ich will einfach alles los sein - vor mir selbst weglaufen.
Aber eigentlich zeigt mir das alles nur, dass da was grundlegendes einfach nicht stimmen kann.

Und ich bin jetzt zu dem Schluss gekommen, dass es die Einstellung zu mir selber ist. Was mir fehlt ist irgendwie Selbstliebe... Mich einfach zu akzeptieren wie ich bin. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich mir damit die Möglichkeit nehmen will etwas an mir oder meinen Einstellungen zu ändern - sondern einfach auch zu akzeptieren, wie es jetzt ist.
So und entweder man kann es akzeptieren und ist damit glücklich, oder man kann es aber nicht und will eben etwas ändern. Aber das ist es halt - man muss es wollen. Von sich aus und nicht weil andere sagen oder der Meinung sind, dass man es muss oder sollte.

Ich persönlich will mein Leben genießen - jeden einzelnen Atemzug davon... aber ich kann es nicht. Ich habe ständig irgendwelche Momente, in denen es nicht geht. Und ich will jetzt selber anfangen für mich zu analysieren warum das so ist. Selbsttherapie vielleicht? Keine Ahnung... aber schon jetzt hilft mir dieses denken ungemein.

Ein Beispiel von vor ein paar Stunden:
Vorhin dachte ich mir: "Du musst dann gleich noch mit den Hunden raus" - Tadaaa - eigentlich keine Lust und tadaaaa - blödes Gefühl in der Magengrube.
So! Dann hab ich mich hingesetzt und mir überlegt, warum zur Hölle ist das jetzt ein Problem?!
Ich will doch meine Hunde haben!
Ich will doch dass sie ihren Auslauf haben, auch wenn mal keine Sonne scheint und 15°C sind!
Ich will doch dass ich täglich auf meine 10.000 Schritte kommen!
Ich will doch ein gesundes Leben führen!
Also: Wo liegt das Problem??? Wenn ich das alles nicht will, dann müsste ich was ändern! Also Hunde abschaffen und tadaaa, das Problem ist gelöst! Cool!
Tja.... Das will ich ja aber auf gar keinen Fall.... Also, siehe da: Das blöde Gefühl in der Magengrube verschwindet langsam und Frau Scheffler zieht die Schuhe an und geht eine Stunde mit den Hunden spazieren!

Und das gute daran ist: Frau Scheffler fängt während dessen an nachzudenken. Genau über dieses Phänomen...
Und vor allem ist mir aufgefallen, wie viele Bereiche das in meinem Leben trifft.... Bzw. ist mir auch aufgefallen, dass ich viel zu viele Entscheidungen aus den falschen Gründen treffe.

Nächstes Beispiel - gekommen durch folgende Situation: Ich war mit Freunden essen - richtig schön reingehauen und erklärt: "Das wird jetzt meine "Henkersmahlzeit" danach mach ich wieder Diät" zur Antwort kam: "Schon wieder? Machst du aber oft" und "Hast du doch gar nicht nötig"
Für mich selber dachte ich aber: "Jaaaa aber hier hab ich Polster, da hab ich was zu viel" usw.
Fakt: Unzufrieden mit mir selber! Aber warum eigentlich? Warum kann ich mich eigentlich nicht so akzeptieren wie ich aussehe?! Selbst dann nicht wenn mir oft gesagt wird, dass doch alles super ist.

Für mich ist es nicht so wie ich es gern hätte - aber: Entweder ich setze mich hin und kann damit leben und bin glücklich, oder ich will eben etwas daran ändern!
So und ich wollte immer etwas ändern, weil ich der Meinung war, dass ich so wie ich aussehe für andere vllt nicht schlank genug bin. Ja klar. Für die Mädels die nur drei Blätter Salat am Tag essen und dafür super tolle, magere Stelzen haben, sind meine Beine wahrscheinlich tatsächlich zu dick. Aber na und? Ist das deren Problem? Wenn sie damit glücklich sind nur drei Salatblätter am Tag zu essen dann ist das doch super! Ich bin es nicht... bzw ist das für mich auch einfach kein gesunder Lebensstil.

Aber was sind denn dann meine Motive um "abzuspecken"? Es sollten eben nicht die anderen sein, wo ich glaube mich schämen zu müssen, weil ich hier und da noch ein bisschen zu viel drauf habe.

Nein! Ich will das für mich tun! Für mich und meine körperliche Gesundheit!  Und auch wenn sich einige hinstellen und sagen: Oh Gott du übertreibst es mit deiner Gesunden Ernährung und "ääääh das sieht ja nicht lecker aus was du da isst" - ich mache das für mich und es muss ja niemand außer mir essen! Und das muss in meinen Kopf rein!! Und ein gesunderLebensstil kommt nun mal nicht dadurch, dass man sich immer wieder hinstellt und sagt: "Jetzt mach ich wieder eine Diät!" Das ist eine Kopfsache! Und man muss sich einfach immer wieder vor Augen halten: Was will ich eigentlich?? Bezogen auf die Ernährungsumstellung heißt das jetzt nicht, dass ich nie wieder Schokolade essen will... Aber ich möchte mich, bevor ich mich mit etwas ungesundem füttere fragen, ob ich das jetzt wirklich essen will, weil ich WILL, oder nur weil ich wieder aus einer rein seelischen Belastung mit der ich scheinbar nicht klar komme und diese nicht akzeptieren kann, Schokolade esse damit das Gefühl verschwindet (jetzt wird es chaotisch :-D )

Generell kann ich solche Situationen aber auf alles in meinem Leben übertragen! Ich muss lernen, dass ich etwas mache weil es für mich ist und weil es mir hilft ein glücklicher Mensch zu sein und mein Leben zu genießen! Und genau das werde ich versuchen jetzt täglich in mir wach zu rufen!!

So!!! Nun habe ich geschrieben und geschrieben... Aber ich brauchte das jetzt. (Und es muss sich ja auch keiner durchlesen ^^)
Aber ich bin jetzt mal selber gespannt, ob mich dieses Denken weiter voran bringt... und ob ich in ein paar Wochen vllt schon wieder anders denke... Wer weiß das schon...

Ihr könnt mir auch gern eure Gedanken dazu mitteilen - müsst ihr aber nicht. Aber vielleicht sagt ja jemand was... inspirierendes dazu ^.^

Naja, bis bald.
Die Pinselpfote

(und für alle die nur hier den Beitrag geöffnet haben um ein Foto meiner Vierbeiner zu finden... die muss ich leider enttäuschen, dieses Mal gehts tatsächlich nur um mich. )


Kommentare:

  1. Glück ist eine innere Einstellung!

    https://www.youtube.com/watch?v=c_1-nbfRzO0

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  2. Glück ist eine innere Einstellung!

    https://www.youtube.com/watch?v=c_1-nbfRzO0

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  3. Du hast soviel potential und ich würde Dich auch unterstützen aber dafür solltest Du Deine Selbstzweifel über Bord schmeißen und aufhören es allen Recht machen zu wollen. Du musst in dieser Welt an Dich denken und was Dir gut tut und nicht das machen was andere wollen bzw. Du denkst was sie erwarten.

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  4. So wie Dir , wird es wohl vielen Menschen ergehen : man macht sich zeitweise einfach zu viele Gedanken - und ob diese alle einem positiv weiterführend helfen, ist die andere Sache ... - mir haben dazu die tollen Beiträge von Franziska Luschas : "Boss im Kopf" im Internet und auch auf you tube : https://www.youtube.com/watch?v=3rIMlqPeh7M - wertvolle Inspirationen gegeben - es ist wirklich für jeden etwas dabei ...

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  5. ich habe im letzten monat auch einen post geschrieben der so gar nicht zu meinem hundeblog passt und was soll ich sagen? mir ging es danach wirklich besser...ich fühlte nur noch schmerz und habe mir den ganzen rotz von der seele schreiben können und hatte gott sei dank ganz liebe leser die mich verstanden haben.

    http://podencaluana.blogspot.de/2016/02/das-neue-projekt-wurde-heien-trau-dich.html

    ich hoffe dir hat es geholfen ein wenig luft zu machen in dem du deine gedanken nieder schreibst und drücke dich,

    heike

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  6. Und dann muss man ja auch noch Zeit haben
    einfach dazuliegen und vor sich hin zu schauen!

    Schlabbergrüße Bonjo

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  7. Hey, du bist nicht die einzige. Die zwischendurch abseits der geliebten Vierbeiner mal die Gedanken sortieren und raus lassen muss. Teilweise schleppe ich ähnliche Gedanken mit mir rum. Wenn man erstmal den Ballast los ist und sich nicht mit To do Listen quält, sondern auch noch Freiheit fürs nichts tun lässt, Dinge tut weil man sie mag und sich nicht fragt ob sie einem "gut tun", dann geht es einem besser. Einfach mal aus dem Gedanken-Karussell raus und einfach machen, einfach Leben. :-)
    Du solltest öfter deine Gedanken niederschreiben, das hilft und man stellt fest, dass es doch einige Leser gibt, die mit einem auch über diese Themen sich austauschen.
    liebe Grüße
    Sandra

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    1. Danke dir - das git mir Mut weiterhin auch mal den Gedankenanstau raus zu lassen :-)
      LG

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